Der Viktualienmarkt in München



Der Viktualienmarkt beziehungsweise die Viktualienmärkte: In München existieren zwei Viktualienmärkte, von welchen sich einer im Stadtteil Pasing und der bekanntere Markt in der Innenstadt befindet. Viktualien ist ein aus der lateinischen Sprache stammendes Wort für Lebensmittel. Den Viktualienmarkt in Pasing erreichen Besucher am besten über die Bushaltestelle am Pasinger Rathaus oder zu Fuß vom Stadtteilbahnhof aus. Der Markt wurde 1906 gegründet und ist seit 1937 an seinem heutigen Standort in der Markthalle untergebracht. Das markanteste Merkmal des auf dem Pasinger Viktualienmarkt aufgestellten Fischbrunnens ist die Statue eines sich über den Fang einer Forelle und eines Hechtes freuenden Jungen. Der Viktualienmarkt in Pasing hat nach der Eingemeindung der Stadt nach München seinen Charakter als Kleinstadtmarkt bewahrt. Angeboten werden nicht nur Lebensmittel, sondern auch weitere häufig benötigte Produkte wie Blumen. Im Gegensatz zum zentralen Münchener Viktualienmarkt lassen sich Lebensmittel auf dem Pasinger Schwestermarkt zu günstigen Preisen erwerben.

In den meisten Fällen meint der Begriff Viktualienmarkt konkret den Markt in der Münchener Innenstadt. Direkt am Markt existiert eine Bushaltestelle mit dem Haltestellennamen Viktualienmarkt, alternativ lassen sich die Verkaufsstände leicht zu Fuß vom U-Bahnhof Sendlinger Tor aus erreichen. Die meisten Münchener bezeichnen die Stände auch in eigentlich auf Hochdeutsch geführten Gesprächen als Standl. Gegründet wurde der zentrale Münchener Viktualienmarkt 1807. Nach seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg dachte die Stadtverwaltung vorübergehend über die Aufgabe des Standortes nach, ehe sie sich zu einem Wiederaufbau und einer Wiederbelebung des Marktes entschloss. Der Viktualienmarkt ist in sieben Abschnitte aufgeteilt, zu welchen neben den Standl auch ein Café und ein Biergarten gehören.
Viktualienmarkt in MünchenDer Viktualienmarkt in München
In Teilbereichen des Marktes tauschen die Standbetreiber in einem regelmäßigen Rhythmus ihren exakten Standplatz miteinander. Eine Besonderheit hinsichtlich der Betreibung stellt der Biergarten auf dem Münchener Viktualienmarkt dar. Da die Stadtverwaltung allen in der Stadt ansässigen Brauereien einen Zugang zum Markt gewähren möchte, wechselt der Bierausschank regelmäßig zwischen diesen. Die Verkaufsstände des Viktualienmarktes sind montags bis samstags vom frühen Morgen bis spätestens 20.00 Uhr geöffnet. Die Verkaufspreise auf dem Viktualienmarkt in der Münchener Altstadt sind höher als auf vergleichbaren Märkten, wobei die zunehmende Entwicklung zu einem Feinschmeckermarkt zusätzlich zu einer Steigerung der Durchschnittspreise beiträgt. Die direkt am Markt gelegene Schrannenhalle ergänzt das Angebot des Viktualienmarktes. Bei ihrer Eröffnung im Jahr 1854 diente sie dem Getreidehandel. Künstlerisch interessant sind auf dem Viktualienmarkt in der Münchener Altstadt acht Brunnen, von denen sechs bekannten bayerischen Komikern gewidmet sind. Regelmäßige Veranstaltungen auf dem Markt sind die Eröffnung der Karnevalssession einschließlich der Vorstellung des Prinzenpaares am elften November jeden Jahres und der Tanz der Marktfrauen am Faschingsdienstag. Des Weiteren finden im April das Spargelfest und im August der Gärtnertag und ein Sommerfest auf dem Markt statt. Alle zwei Jahre veranstalten die Münchener Brauereien den Brauertag auf dem Viktualienmarkt.
Viktualienmarkt in München - ObstverkaufViktualienmarkt - Obstverkauf
Viktualienmarkt in MünchenDer Viktualienmarkt in München








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