Der Tierpark Hellabrunn in München



Vom U-Bahnhof Thalkirchen führt eine Isarbrücke direkt zum Haupteingang des Zoos. Der Tierpark ist täglich ab 09.00 Uhr geöffnet und schließt je nach Jahreszeit um 17.00 Uhr oder 18.00 Uhr. Der Zoo wurde 1911 eingeweiht, blieb aber von 1922 bis 1928 wegen Geldmangels geschlossen. Bei der Wiedereröffnung im Jahr 1928 folgte der Münchener Tierpark als weltweit erster Zoo dem Konzept des Geozoos. Dieses bedeutet, dass die Tiere nach Möglichkeit in ihren natürlichen Umfeldern gezeigt werden und in der Natur gemeinsam lebende Tiere auch in Gefangenschaft Lebensgemeinschaften bilden. Dieses System muss jedoch eingeschränkt werden, denn die gemeinsame Haltung von Raubtieren und ihren Beutetieren wäre nicht nur unwirtschaftlich, sondern würde auch auf den Protest zahlreicher Tierschützer stoßen. Bereits in seinen Anfängen war der Tierpark Hellabrunn um die Rückzüchtung alter Tierrassen bemüht und beim Heckrind erfolgreich. Dieses Tier ist keine tatsächliche Rekonstruktion des Auerochsen, steht diesem aber deutlich näher als das Hausrind.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Münchener Tierpark zu einem großen Teil zerstört und zunächst provisorisch wiederaufgebaut. Die Zeit der Provisorien endete erst in den 1970er Jahren, als die Tierparkverwaltung genügend Mittel für eine grundlegende Neugestaltung einwerben konnte. Die Gesamtanlage des Tierparks bezieht den Auenwald am Isarufer sowie die zahlreichen das Areal durchfließenden Kanäle und Bäche mit ein. Da viele Tiere Wasserläufe nicht überqueren, kann der Zoo mit Zäunen und vergleichbaren künstlichen Barrieren sparsam umgehen. Eine der größten Attraktionen innerhalb des Tierparks stellt die Polarwelt mit den Eisbären dar. Auch Pinguine, Seelöwen und Robben finden einen naturnahen Platz im Tierpark Hellabrunn.
Elefanten im Tierpark Hellabrunn in MünchenElefanten im Tierpark Hellabrunn in München
Junge Gäste besuchen nicht nur den Streichelzoo, sondern sind auch von den zahlreichen Vögeln in der Großvoliere begeistert. Der asiatische Teil des Tierparks Hellabrunn zeigt Schneeleoparden, Takine und einen Sibirischen Tiger, während im afrikanischen Zooteil Tiere wie Antilopen, Strauße und Zebras leben. Im australischen Teil des Tierparks stoßen vor allem Riesenkängurus und Wallabys auf das Interesse der Besucher. Das europäische Zoofreigelände zeigt neben Alpenmurmeltieren, Steinböcken und Elchen auch Wölfe. Die bei Zoobesuchern am meisten beliebten Tierhäuser sind das Elefantenhaus und das Urwaldhaus. In der Dschungelwelt leben Großkatzen gemeinsam mit Vögeln. Beeindruckend ist auch die natürliche Gestaltung der Lebenswelt im Affenhaus. Die Fledermausgrotte teilen sich die Flugsäuger mit Webervögeln. Weitere Bauten auf dem Zoogelände sind das Giraffenhaus und das Schildkrötenhaus. Über die Lebenswelt im und unter Wasser informiert das Aquarium. Der Zoo in München-Hellabrunn stellt nicht nur Tiere zur Schau, sondern informiert im Artenschutzzentrum auch über notwendige Maßnahmen zum Erhalt der tierischen Artenvielfalt.
Eisbär im Tierpark Hellabrunn in MünchenEisbär im Tierpark Hellabrunn in München
Baby-Elefant im Tierpark Hellabrunn in MünchenBaby-Elefant im Tierpark Hellabrunn in München








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