Das Schloss Nymphenburg in München



Die am Schloss Nymphenburg gelegene gleichnamige Haltestelle verbindet die Münchener Sehenswürdigkeit mit der S-Bahn über den Bahnhof Laim und mit der U-Bahn über die Station Rotkreuzplatz. Die Öffnungszeiten unterscheiden sich zwischen der Sommersaison und dem Winterhalbjahr. Besucher des Schlosses können zwischen einem Ticket für die gesamte Anlage und Eintrittskarten für einzelne Einrichtungen wählen. Der Schlosspark ist kostenfrei zugänglich, das gilt im Sommer jedoch nicht für den sich anschließenden und scheinbar mit diesem verbundenen Botanischen Garten. Der Schlosspark wurde als barocker Garten errichtet und im achtzehnten Jahrhundert zu einem Landschaftsgarten umgestaltet. Die ursprüngliche Bauzeit des Schlosses Nymphenburg lag zwischen 1664 und 1675, in den folgenden Jahrhunderten erfolgten mehrere Umbauten. Die kleineren Gebäude dienten der Unterbringung der Hofbediensteten und wurden während des achtzehnten Jahrhunderts errichtet. Die Fresken wurden überwiegend in den ersten Jahrzehnten nach der Fertigstellung des Schlossgebäudes gemalt. Das wichtigste Fresko zeigt Szenen aus der griechischen Mythologie rund um den Sonnengott Helios.

Die Gestaltung der heute zugänglichen Schlossräume stammt teilweise aus dem Barock und zum Teil aus einer Umgestaltung während des Rokoko. Die Schönheitengalerie zeigt Gemälde von sechsunddreißig Frauen, Auftraggeber der Kunstwerke war Ludwig I. Die Deckenbemalung der Schlosskapelle zeigt Szenen aus dem Leben der Heiligen Magdalena. Neben der Besichtigung des Schlossgebäudes empfiehlt sich der Besuch der in Teilen des Ensembles untergebrachten Museen. Das im Nordflügel untergebrachte Museum Mensch und Natur informiert nicht nur über die Entwicklung des Sonnensystems, sondern befasst sich auch mit dem Umgang des Menschen mit der Natur und mit Umweltfragen. Die Abteilung "Spielerische Naturkunde" ist für die Nutzung durch Schüler konzipiert, bietet aber auch erwachsenen Museumsbesuchern neue Einsichten in die Zusammenhänge zwischen Menschen und der Natur.
Schloss Nymphenburg in MünchenDas Schloss Nymphenburg in München
Schloss Nymphenburg in MünchenSchloss Nymphenburg in München
Im Südflügel befinden sich das Porzellanmuseum und das Marstallmuseum. Letzteres ist in den früheren Stallungen untergebracht und zeigt eine große Ansammlung von Kutschen aus verschiedenen Epochen, wobei der Schwerpunkt auf dem siebzehnten bis neunzehnten Jahrhundert liegt. Das Porzellanmuseum zeigt in der Nymphenburger Porzellanmanufaktur hergestellte Produkte. Die Sammlung umfasst für den Gebrauch am Tisch genutzte Porzellangegenstände ebenso wie für Sammler hergestellte Figuren. Die Nymphenburger Porzellanmanufaktur ist weiterhin im Schloss untergebracht, eine Werksbesichtigung ist nur nach persönlicher Vereinbarung möglich. Im südlichen Rondell des Schlosses ist das Erwin-von-Kreibig-Museum untergebracht. Der Maler lebte von 1904 bis 1961 und wurde in München geboren. Neben den Werken des Künstlers zeigt das Museum Wechselausstellungen mit Werken anderer Künstler aus der Region München. Zu den bemerkenswertesten Bauten innerhalb des Schlossparkes Nymphenburg gehören der Apollotempel und die Badenburg. Durch den Park ziehen sich Kanäle, deren ursprünglicher Zweck in der Wasserzufuhr für die Parkbewässerung bestand. Weitere in der Anlage gelegene Gewässer sind der Pagodenburger See und der Badenburger See. Sowohl auf der Gartenseite als auch auf der Stadtseite lassen sich die Wasserspiele der Fontänen bewundern. Die zentralen Themen der Skulpturen im Nymphenburger Schlosspark sind die römische Göttermythologie sowie die Darstellung von Vasen in unterschiedlichen Formen. In der Nähe der Badenburg stehen mehrere Skulpturen, deren Thematik sich um den antiken Hirtengott Pan dreht.







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