Die Pinakotheken Münchens



In München existieren die Alte und die Neue Pinakothek, die Gebäude beider Museen liegen einander gegenüber. Des Weiteren befindet sich in München-Maxvorstadt die Pinakothek der Moderne, welche faktisch aus vier eigenständigen Ausstellungen besteht. Alle drei Einrichtungen sind mit der U-Bahn über den Königsplatz und einen kurzen Fußweg oder mit dem Bus beziehungsweise der Tram direkt bei einer Mitfahrt bis zur Haltestelle Pinakotheken erreichbar. Die Öffnungszeiten der Pinakotheken Münchens sind nur teilweise einheitlich von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr, während der lange Abend mit Mittwoch oder Donnerstag ebenso wie der wöchentliche Ruhetag mit Montag oder Dienstag je nach Einrichtung abweicht.

Die drei Pinakotheken Münchens bilden gemeinsam mit weiteren Museen das Kunstareal. Neben Eintrittskarten für eine einzelne Pinakothek sind unterschiedliche Kombitickets erhältlich. Die Pinakothek der Moderne besteht aus dem Architekturmuseum, der Neuen Sammlung, der Graphischen Sammlung und der Sammlung Moderne Kunst. Letztere zeigt vorwiegend Gegenwartskunst seit den 1950er Jahren sowie bereits vom Expressionismus beeinflusste Werke aus den früheren Jahrzehnten des zwanzigsten Jahrhunderts. Neben Gemälden und Skulpturen enthält die Schausammlung auch Fotos und mithilfe neuer Medien dargestellte Kunstwerke. Die Graphische Sammlung befasst sich mit Zeichnungen und Druckwerken aus allen Epochen, während es sich bei der Neuen Sammlung um ein Design-Museum mit dem Schwerpunkt auf das moderne Industriedesign seit dem Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts handelt. Das Architekturmuseum innerhalb der Pinakothek der Moderne wird von der Technischen Universität verantwortet und befasst sich mit der Architekturgeschichte vom achtzehnten Jahrhundert bis heute.
Alte Pinakothek in MünchenDie Alte Pinakothek in München
Pinakothek der Moderne in München (Lichtkuppel der Rotunde)Pinakothek der Moderne in München
Die Alte Pinakothek zeigt überwiegend Gemälde von Künstlern aus dem Mittelalter bis zur Mitte des achtzehnten Jahrhunderts und gilt als eine der weltweit bedeutendsten Gemäldegalerien. Die Schwerpunkte der Sammlungen liegen auf Künstlern aus Deutschland, Flandern, den Niederlanden, Italien und Spanien. Alleine die ständige Ausstellung der Alten Pinakothek besteht aus siebenhundert Bildern. Als besonders gelungen gilt unter Museumskennern die Bespannung der Wände mit gefärbter Seide, welche der traditionellen Raumgestaltung entspricht. Die Neue Pinakothek zeigt Kunst vom achtzehnten bis zum zwanzigsten Jahrhundert. Für die Einordnung der aus dem achtzehnten oder zwanzigsten Jahrhundert stammenden Werke in eine der drei Pinakotheken ist maßgeblich, ob der Künstler eher einer traditionellen oder der modernen Strömung seiner Zeit zuzurechnen ist. Neben Gemälden lassen sich in der Neuen Pinakothek Skulpturen aus dem neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert besichtigen. Einen von mehreren Schwerpunkten bildet die Kunst von zeitweise in Rom lebenden deutschen Malern. Ebenfalls umfangreich sind die Sammlungen deutscher und französischer Realisten und Impressionisten. Auch architektonisch ist die Neue Pinakothek interessant, indem das Gebäude kubische Elemente rund um ein Foyer anordnet. Die Fassadengestaltung kombiniert Stahlbetonbau mit einer Verblendung durch Natursteine. Ein mehrfacher Besuch der Neuen Pinakothek lohnt sich, da das Museum mehr als dreitausend Werke besitzt und von diesen im Wechsel etwas mehr als vierhundert Werke zeigt; besonders wertvolle oder bekannte Gemälde werden selbstverständlich durchgängig ausgestellt.







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