Der Olympiapark in München (Olympia Park)



Einige Stadtführer unterscheiden mittels der Schreibvarianten Olympia Park und Olympiapark zwischen der Gesamtanlage und dem darin enthaltenen Stadtpark. Die vier Einzelteile des Olympia Parks sind das Olympiagelände, das Olympische Dorf, die Olympische Pressestadt und der Olympiapark im engeren Sinn. Innerhalb des Gesamtgeländes befinden sich die U-Bahnhöfe Olympiazentrum, Oberwiesenfeld und Olympia-Einkaufszentrum. Der ehemalige S-Bahnhof Olympiastadion ist nicht mehr betriebsbereit, er wurde nach Abschluss der 1972er Spiele zeitweise bei Großveranstaltungen angefahren. Das Olympiastadion wurde als zentrale Wettkampfstätte der Olympischen Sommerspiele 1972 errichtet und dient heute überwiegend als Austragungsort von Leichtathletikkämpfen und Musikveranstaltungen. Zwischen 1972 und dem Bau der Allianz Arena spielten auch Bayern und 1860 München dort. Nach langer Pause fand mit dem Endspiel der Champions League der Frauen 2012 erneut ein bedeutendes Fußballspiel im Münchener Olympiastadion statt.

Weitere mit der Geschichte der Olympischen Spiele verbundene bedeutende Sportstätten im Olympiapark sind die Olympia-Schwimmhalle, die Eissporthalle und die Werner-von-Linde-Halle, während die ehemalige Radsporthalle ausschließlich kulturell genutzt wird und die heutigen Tennisanlagen erst nach den Olympischen Spielen als Breitensportanlagen errichtet wurden. In der Eissporthalle spielt der EHC München. Der Olympiaturm gilt als Wahrzeichen des Münchener Olympiaparks und beherbergt heute ein Rockmuseum. Auch bei religiösen Großveranstaltungen wie dem Kirchentag und dem Katholikentag diente das Olympiagelände mit dem Stadion als Ort der Abschlusskundgebung beziehungsweise des Schlussgottesdienstes. Das Olympische Dorf wird heute als Wohngebiet genutzt, einen großen Teil der Häuser vermarktet das Studentenwerk. Die Gebäude im Olympischen Pressezentrum werden heute überwiegend durch Büros genutzt. Das Olympia-Einkaufszentrum liegt neben dem olympischen Pressezentrum und wurde in seinen Grundzügen 1972 eröffnet und in den 1990er Jahren erweitert.
Olympiagelände in MünchenDas Olympiagelände in München
Olympiapark in MünchenDer Olympiapark in München

Der heutige U-Bahnhof Olympia-Einkaufszentrum ist erst seit Ende 2004 in Betrieb. Der Olympiapark im engeren Sinn umfasst einhundertundsechzig Hektar und gehört somit zu den größten Grünanlagen in München. Er verbindet die Innenstadt mit dem Olympiagelände und schließt den bereits seit 1958 bestehenden achtundfünfzig Meter hohen Trümmerberg ein. Das 1972 eingeweihte Denkmal Schuttblume auf dem Berggipfel ist den zivilen Opfern des Zweiten Weltkrieges gewidmet. Im Winter findet eine Slalomveranstaltung auf dem Olympiaberg statt. Eine weitere Gedenkstätte im Olympiapark erinnert an die israelischen Opfer des PLO-Terrors während der Sommerolympiade 1972. Der See im Olympiapark lässt sich in den Kleinen und den Großen Olympiasee einteilen und hat sich zu einem beliebten Rastplatz der Zugvögel entwickelt. Auf der Seebühne finden in unregelmäßigen Abständen Theateraufführungen statt. Die russisch-orthodoxe Kapelle stammt bereits aus dem Jahr 1952. Einen besonderen Blickfang beim Spaziergang im Olympiapark stellt die Zeltdachkonstruktion dar, welche das Olympiastadion, die olympische Schwimmhalle und die Olympiahalle überspannt. Seit dem Jahr 2006 befindet sich das Sea Life München innerhalb des Olympiaparks, während die BMW-Welt entgegen der Wahrnehmung der meisten Münchener bereits außerhalb des Geländes liegt.







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