Das Oktoberfest in München



Das Oktoberfest ist das größte und bekannteste Volksfest in München. Es beginnt am ersten Samstag nach dem fünfzehnten September und endet am ersten Oktobersonntag, jedoch nicht vor dem dritten Oktober. Die Länge des Oktoberfestes beläuft sich somit auf sechzehn bis achtzehn Tage. In unregelmäßigen Abständen wird das Oktoberfest mit den historischen Oider Wiesn verbunden, während in anderen Jahren eine Verknüpfung mit dem Bayerischen Zentral-Landwirtschaftsfest erfolgt. Die Anfahrt zum Oktoberfest erfolgt am einfachsten über den U-Bahnhof Theresienwiese. Die Öffnungszeiten der Festzelte auf der Theresienwiese sind an Werktagen ab 10:00 Uhr und am Wochenende ab 09:00 Uhr bis jeweils um 23:30 geschlossen wird. Der Bierausschank endet jedoch bereits eine Stunde früher. Die meisten Verkaufsstände und Fahrgeschäfte öffnen täglich um 10:00 Uhr und schließen um 23:30 Uhr beziehungsweise am Samstag erst um Mitternacht.

Am ersten Veranstaltungstag erfolgt der Bierausschank erst ab 12:00 Uhr. Die Maß Bier ist das typische Getränk auf dem Oktoberfest, selbstverständlich bieten alle Wirte auch alkoholfreie Getränke an. Die Brauereien stellen für das Fest ein besonderes Bier mit überdurchschnittlich hoher Stammwürze her und vermarkten es unter dem Namen Wiesn-Märzen. Diese Bezeichnung beruht darauf, dass der Ursprung des Oktoberfestes in einem Sonderausschank zum Abbau der noch aus dem Frühling stammenden Biervorräte diente. Auf der Münchener Theresienwiese fand das erste Oktoberfest im Jahr 1810 statt. Das dort ausgeschenkte Bier enthält nicht nur mehr Stammwürze als der üblicherweise gebraute Gerstensaft, sondern weist auch einen höheren Alkoholgehalt auf. Wiesn ist die in München übliche Bezeichnung für das Oktoberfest; die in Medien außerhalb Bayerns oft verwendete Schreibweise Wies'n ist falsch, da es sich beim Begriff um einen Singular handelt. Die Verkehrsbetriebe bezeichnen die Theresienwiese während des Oktoberfestes auf ihren Hinweistafeln als Festwiese.
Oktoberfest in MünchenDas Oktoberfest in München auf der Theresienwiese
Das Ziel der meisten Besucher der Wiesn sind die zahlreichen Bierzelte. Zusätzlich bieten viele Fahrgeschäfte und Verkaufsstände auf dem Oktoberfest Unterhaltung für die gesamte Familie. Einen Höhepunkt des Oktoberfestes stellt der in historischen Trachten durchgeführte Zug vom Maximilianeum zur Theresienwiese dar. Die schönsten Fahrgeschäfte sind das einen hervorragenden Blick auf das Treiben bietende Riesenrad und die traditionelle Krinoline. Beim Schichtl handelt es sich hingegen um ein für seine kurzen und prägnanten Aufführungen bekanntes Kirmestheater. Neben traditionellen Fahrgeschäften finden Besucher der Münchener Wiesn zunehmend moderne Karussells wie Achterbahnen vor. Auch von außerhalb Bayerns anreisende Gäste sind auf dem Oktoberfest in der Tracht Dirndl beziehungsweise Lederhose willkommen. Bei einem Dirndl ist auf die Bindung der Schleife zu achten. Erfolgt diese auf der rechten Seite, ist die Trägerin vergeben, während die Bindung auf der linken Seite bedeutet, dass sie frei ist. Das Tragen der Schleife auf dem Rücken bedeutet bei der Bedienung auf der Wiesn nicht, dass die Trägerin verwitwet ist, sondern beruht darauf, dass eine Kellnerin ihren Beziehungsstatus nicht angeben soll. Die Bindung vorne in der Mitte als Kennzeichen für Jungfrauen wird zunehmend unüblich.







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