Der Odeonsplatz in München



Der Odeonsplatz gehört zu den zentralen Plätzen innerhalb der Münchener Altstadt. Erreichbar ist er über den gleichnamigen Bahnhof der U-Bahn. Der Odeonsplatz gehört heute zur Münchener Fußgängerzone. Benannt ist der Platz nach einem ehemaligen Konzerthaus, welches heute vom Innenministeriums Bayerns genutzt wird. Erbaut wurde das Odeon von 1826 bis 1828, nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg erfolgte ein teilweiser Wiederaufbau, wobei der ehemalige Konzertsaal zu einem Innenhof umgebaut wurde. Die Feldherrnhalle gilt als Denkmal und diente ursprünglich der Ehrung bayerischer Soldaten und wurde im Dritten Reich als nationalsozialistisches Symbol missbraucht. Das vom Odeonsplatz aus zu sehende Hofgartentor bildet den Zugang zum Hofgarten, einer barocken Parkanlage innerhalb der Münchener Altstadt. Das heutige Palais Leuchtenberg entspricht nur hinsichtlich der Fassade dem ursprünglichen Bauwerk und beherbergt das bayerische Finanzministerium. Der von 1817 bis 1821 errichtete ursprüngliche Palast wurde im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört und später abgebrochen und in den 1960er Jahren durch das heutige Gebäude ersetzt. Eine schöne Sehenswürdigkeit im Innenhof des Stadtpalastes ist der Isarnixenbrunnen.
Odeonsplatz in MünchenOdeonsplatz in München
Feldherrnhalle auf dem Odeonsplatz in MünchenFeldherrnhalle auf dem Odeonsplatz in München
Ein weiteres am Odeonsplatz gelegene Bauwerk ist die Theatinerkirche, deren eigentlicher Name Stiftskirche Sankt Kajetan lautet. Der Baubeginn der Kirche war im Jahr 1663. Zum Zeitpunkt der Einweihung im Jahr befand sich die Theatinerkirche zu einem großen Teil noch im Rohbauzustand. Endgültig fertiggestellt war die Fassade der Kirche erst 1765. Sie wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und gleich nach Kriegsende wiederaufgebaut. Der Name Theatinerkirche beruht darauf, dass der gleichnamige Orden das Gotteshaus als zentrale Kirche nutzte. Der wichtigste Gegenstand in der im Stile des italienischen Spätbarock ist der aus dem achtzehnten Jahrhundert stammende Hochaltar. Ebenfalls beeindruckend sind die zahlreichen an der Fassade angebrachten Putten. Im Innenraum lohnt sich ein Blick auf die Ornamente sowie auf die Säulenelemente und auf die Vielfalt an Statuen. Die Theatinerkirche war nicht nur Ordenskirche, sondern diente zugleich als Hofkirche und enthält somit die Grabstätten der Wittelsbacher. Eine Besonderheit bei ihrer Bestattung bestand darin, dass die Herzen den toten Körpern entnommen und in der Wallfahrtskapelle zu Altötting begraben wurden. In der Theatinerkirche finden außer an Sonntagen und Feiertagen auch an allen Werktagen Gottesdienste statt, außerhalb der Messzeiten kann sie bei freiem Eintritt besichtigt werden. Die Sonntagsmesse um 10.30 wird als musikalische Messe begangen. Das Bazargebäude auf der Ostseite des Odeonsplatzes stammt aus den Jahren 1824 bis 1826. Nach der Zerstörung während des Zweiten Weltkrieges erfolgte der Wiederaufbau gemäß des Originals. Heute wird das Gebäude entsprechend ihres Namens als Ladenzeile verwendet. Zeitweise beherbergte es ein Programmkino, welches jedoch Ende des zwanzigsten Jahrhunderts den Filmbetrieb einstellen musste. Das Bazargebäude ist im Stil eines klassischen Stadtpalastes errichtet und in einzelnen Teilen zwei bis drei Stockwerke hoch.







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