Die Münchner Residenz



Die Residenz in München ist das Stadtschloss. Ihr erster Bauteil wurde bereits im dreizehnten Jahrhundert errichtet, später erfolgten regelmäßige Erweiterungen. Teile der Residenz werden heute als Büroräume durch künstlerische und wissenschaftliche Einrichtungen genutzt. Des Weiteren dienen die Festsäle der Residenz als Veranstaltungsort für hochwertige Konzerte und verschiedene Empfänge. Für die Öffentlichkeit zugänglich sind etwa einhundertunddreißig Räume. Die grundsätzlichen Öffnungszeiten belaufen sich je nach Jahreszeit auf 09.00 Uhr bis 18.00 Uhr oder 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr. Geschlossen bleibt die Residenz lediglich an wenigen Feiertagen und am Faschingsdienstag. Mögliche Bahnhöfe für die Anfahrt zur Münchener Residenz mit der S-Bahn oder U-Bahn sind der Marienplatz und der Odeonsplatz, die Tram hält auch am Nationaltheater. Ludwig I. erlaubte im neunzehnten Jahrhundert bereits seinen Untertanen den Zugang zur Residenz während seiner Abwesenheit.

Die gesamte Residenz gliedert sich um zehn Höfe, die wichtigsten Gebäude sind der Königsbau, die Alte Residenz und der Festsaalbau. An zwei Hofdurchgängen befinden sich Löwenstatuen, deren Berührung der Legende nach Glück verheißt. Die Hofkapelle stammt aus dem siebzehnten Jahrhundert und enthält neben dem Hauptalter zwei sehenswerte Nebenaltäre. Mit dem Bild der Verteilung von Almosen an Arme durch den Heiligen Maximilian ermahnte sich der gleichnamige dieses in Auftrag gegeben habende Kurfürst selbst zur Großzügigkeit gegenüber seinen Untertanen. Das zentrale Museum innerhalb der Münchener Residenz ist das Residenzmuseum, welches einen Großteil der Schlossräume in ihrer ursprünglichen Ausstattung zeigt. Neben den wertvollen Möbeln, deren Stil die Entwicklung höfischen Wohnens während der verschiedenen Epochen widerspiegelt, befinden sich in den einzelnen Räumen zahlreiche Kunstwerke, unter denen die antiken Skulpturen herausragen.
Brunnenhof der Münchner ResidenzDer Brunnenhof der Münchner Residenz
Münchner ResidenzDie Münchner Residenz
Der Rundgang durch die Residenz beziehungsweise das Residenzmuseum erfolgt grundsätzlich selbstständig, Führungen werden sporadisch und überwiegend auf einzelne Themen begrenzt angeboten. Das Antiquarium diente ursprünglich der Sammlung antiker Altertümer und wurde bereits wenige Jahre nach dem Bau zu einem Festgebäude umgewidmet. Für den heutigen Besucher interessant ist vor allem die wertvolle Innenausmalung und Ausstattung des Renaissance-Gebäudes. Auch im Kaisersaal ist die Deckenbemalung besonders sehenswert. In der Schatzkammer sehen Besucher der Residenz wertvolle und überwiegend einzigartige Kunstwerke aus Edelmetallen wie Gold und Silber sowie aus anderen Stoffen wie Elfenbein und Bernstein. Das Cuvilliés-Theater wurde ursprünglich als höfisches Theater errichtet und nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg teilweise wiederaufgebaut. Als Nachfolgeeinrichtung der früheren Theaterbühne der Residenz gilt das Nationaltheater. Im alten Gebäude faszinieren die zahlreichen den Zuschauerraum schmückenden Ornamente. Neben dem Residenzmuseum befindet sich innerhalb der Münchener Residenz noch die Münzsammlung, nachdem das Museum Ägyptischer Kunst in einen Neubau umgezogen ist. Die Münzsammlung in München zeigt neben Münzen aus der Antike bis zur Gegenwart auch Geldscheine und Medaillen. Einen weiteren Teil der Ausstellung stellt die Sammlung von Münzschränken dar. Zudem können Besucher der Münzsammlung in der Münchener Residenz die Bestände der Präsenzbibliothek nutzen und sich dort über unterschiedliche Forschungsbereiche der Numismatik informieren.







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