Die Frauenkirche in München



Frauenkirche ist der volkstümliche Name des Münchener Domes, die offizielle Bezeichnung lautet "Dom zu Unserer Lieben Frau". Gemeint ist selbstverständlich Maria als Mutter Jesu. Als Baujahr gilt das Jahr 1494. Der Münchener Dom wurde im Zweiten Weltkrieg zu einem großen Teil zerstört und anschließend wiederaufgebaut. Die Türme der Münchener Frauenkirche erzeugen beim Betrachter den Eindruck, sich in der Höhe um einen Meter zu unterscheiden. Tatsächlich beläuft sich der Höhenunterschied zwischen dem nördlichen und dem südlichen Kirchturm auf 0,12 Meter. Bei einem Verzicht auf die Bestuhlung fänden 20.000 Menschen in der Kirche Platz. Die Münchener Kathedrale besitzt neben dem Hauptalter zahlreiche Seitenkapellen mit Nebenaltären. Der Münchener Dom ist eine der beiden Bischofskirchen des Erzbistums Freising und München. Geöffnet ist die Kirche an den meisten Tagen zwischen 07.00 Uhr und 19.00 Uhr. Freitags schließt der Dom bereits um 18.00 Uhr, während er an Donnerstagen bis 20.30 Uhr geöffnet ist.

Für den Besuch des Münchener Domes zur Besichtigung wird kein Eintrittsgeld erhoben. Die Teilnahme an einer Domführung ist von Mai bis September an Sonntagen, Dienstagen und Donnerstagen um 14.00 Uhr möglich. Neben den Hauptgottesdiensten am Sonntag finden im Dom tägliche Messen sowie das Mittagsgebet um 12.00 Uhr und eine Vesper um 16.30 (am Sonntag 17.30) Uhr statt. Des Weiteren werden zahlreiche Kirchenmusikaufführungen angeboten. Der am nächsten gelegene Bahnhof Marienplatz wird sowohl von der S-Bahn als auch von der U-Bahn angefahren. Neben alten Gemälden beherbergt die Frauenkirche auch moderne Kunstwerke wie das 1961 gemalte Bild "Engel behüten die Erde". Der Künstler Karl Knappe weist mit einem Atompilz innerhalb des Glasbildes auf die Gefahr der Zerstörung der Erde durch den Menschen hin. Am Chorgestühl sind Statuen aller in der Kirche mit Reliquien vertretenen Heiligen angebracht, während sich an einem Chorjoch die Wappen der bisherigen Erzbischöfe von München und Freising befinden.
Frauenkirche in MünchenDie Frauenkirche in München
Die Zwiebeltürme der Frauenkirche in MünchenDie Zwiebeltürme der Frauenkirche in Münche
Eine Verbindung der Bischofskirche mit dem wichtigsten bayerischen Marienwallfahrtsort Altötting stellt die Kapelle der sich auf die Wallfahrt beziehenden Erzbruderschaft dar. Das aus Elfenbein angefertigte Gnadenbild zeigt Maria und Jesus. Das Glasfenster der Kapelle zeigt drei Szenen aus dem Leben der Maria sowie eine Darstellung Jesu als Schmerzensmann. Die Namensgebung der Kapelle Mariä Opferung bezieht sich darauf, dass die Mutter Jesu einer Legende nach am Tempel erzogen wurde. In diesem Sinn meint eine Opferung die dauerhafte oder zeitweise Weihe des Lebens an strenge religiöse Vorschriften. Die ursprünglichen Bilder der Altarflügel wurden in den 1980er Jahren an ein Museum abgegeben und in der Kirche durch moderne Bildnisse des Künstlers Dietrich Stalmann ersetzt. Der Tradition gemäß ist der Altar während der Fastenzeit geschlossen, so dass Besucher der Kapelle andere Bilder als außerhalb der vorösterlichen Bußzeit sehen. Da dieser Effekt bei weiteren Altären ebenfalls auftritt, lohnt sich eine mehrmalige Besichtigung der Münchener Frauenkirche innerhalb und außerhalb der Fastenzeit.







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