Neuer Botanischer Garten in München



Der Neue Botanische Garten schließt sich unmittelbar an den Schlosspark Nymphenburg an. Sein offizieller Name lautet Botanischer Garten München-Nymphenburg. Geöffnet ist er täglich außer am 24. und 31. Dezember ab 09.00 Uhr, die abendliche Schließzeit richtet sich nach der Jahreszeit und liegt zwischen 16.30 Uhr und 19.00 Uhr. Für den Besuch des Neuen Botanischen Gartens wird ein Eintrittsgeld erhoben, es existiert ein Kombiticket für den gleichzeitigen Besuch der Ausstellung Mensch und Natur. Regelmäßige Führungen durch den Botanischen Garten in München-Nymphenburg werden an zwei Sonntagen je Monat durchgeführt. Für die einzelnen Gewächshäuser besteht die Möglichkeit zum Ausleihen von Audioführern. Die Anfahrt erfolgt am einfachsten mit der Straßenbahn über die Haltestelle Botanischer Garten. Die Bezeichnung Neuer Botanischer Garten geht auf den Alten Botanischen Garten am Lembachplatz im Stadtzentrum zurück. Dieser wurde zu einem frei zugänglichen Park umgestaltet, wobei zahlreiche in deutschen Parks selten zu sehende Bäume an dessen ursprüngliche Funktion erinnern.

Der Neue Botanische Garten wurde 1914 angelegt. Nymphenburg war zu diesem Zeitpunkt bereits nach München eingemeindet, wies jedoch noch einen weitgehend dörflichen Charakter auf. Die 14.000 Pflanzenarten des Nymphenburger Botanischen Gartens werden sowohl im Freiland als auch in Gewächshäusern gezeigt. Eine Sonderschau zeigt während der Wintermonate Schmetterlinge, welche in einem tropischen Gewächshaus leben. Die Winterhalle dient während der kalten Jahreszeit der geschützten Unterbringung empfindlicher Pflanzen und wird im Sommer regelmäßig für Sonderausstellungen genutzt. Vor den Institutsgebäuden und dem Café liegt der Schmuckhof mit dem Seerosenbecken. Der genetische Teil des Neuen Botanischen Gartens informiert über die Vererbung und Veredelung von Pflanzen. Ein kleines Gewächshaus nimmt fleischfressende Pflanzen auf. Das Arboretum zeigt Bäume und Sträucher aus der ganzen Welt, während der Besucher im Alpinum Pflanzen aus dem Hochgebirge bestaunt. Auf einer Wiese finden vorwiegend während der Sommermonate Skulpturenausstellungen mit wechselnden Kunstwerken statt.
Botanischer Garten in MünchenNeuer Botanischer Garten München-Nymphenburg
Der Bereich Bayerische Pflanzen-Gesellschaften zeigt die Pflanzengemeinschaft im ursprünglich für den Münchener Raum typischen Lohwald. Weitere bei Besuchern beliebte Teile des Nymphenburger Botanischen Gartens sind der Rosengarten und die Farnschlucht. Besondere Bereiche bilden die Abteilungen für geschützte Pflanzen und für Heil- und Arzneipflanzen. Für einige Gäste überraschend ist, dass auch alltägliche Gemüsesorten wie Gurken und Kürbis ebenso wie Getreide zu Heilzwecken verwendbar sind. Bei den Gewächshäusern des Neuen Botanischen Gartens sind besonders das Kakteenhaus und das Orchideenhaus beliebt. Ebenfalls beeindruckend gestaltet sich der Gang durch das Palmenhaus. Das Nutzpflanzenhaus zeigt einheimische und in Deutschland verbreitete Nutzpflanzen ebenso wie hierzulande kaum bekannte zur Nahrung genutzte Pflanzen aus aller Welt. In den Teichen des Victoriahauses stehen Seerosen im Mittelpunkt, während sich weitere Wasserpflanzen und Sumpfpflanzen im Wasserpflanzenhaus bewundern lassen. Die Pflanzen im Afrika- und Madagaskarhaus ähneln optisch Kakteen, tatsächlich handelt es sich jedoch um Wolfsmilchgewächse und Aloen. Tatsächlich Kakteen im wissenschaftlichen Sinn sieht der Besucher neben dem Kakteenhaus auch im Mexikohaus. Das Cycadeenhaus zeigt ebenso wie das Baumfarnhaus Farne.







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