Der Alte Hof in München



Der Alte Hof in München diente vom dreizehnten bis zum fünfzehnten Jahrhundert als Residenz, der älteste Teil einer Burganlage an der entsprechenden Stelle stammt jedoch bereits aus dem dreizehnten Jahrhundert. Die heute zu sehende Anlage beruht teilweise auf der Rekonstruktion des ursprünglichen Bauzustandes und zum Teil auf einem Neubau nach dem Zweiten Weltkrieg. Am stärksten dem Original entsprechend wiederaufgebaut wurden der Zwingerstock und der Burgstock, während es sich beim Brunnenstock und beim Pfisterstock um Neubauten aus den 2000er Jahren handelt, welche ihrerseits während der 1950er Jahre errichtete Gebäude ablösten. Die Neubauten waren in der Münchener Bevölkerung umstritten, erhielten aber 2008 einen Preis für die Stadtbildpflege. Eine weitere Auszeichnung erhielt die Sanierung des Burgstocks 2004 mit dem Münchener Fassadenpreis. Erreichbar ist der Alte Hof nach einem kurzen Spaziergang vom S-Bahnhof und U-Bahnhof Marienplatz aus. Baulich bildet der Alte Hof mit der Alten Münze, mit welcher er durch einen Torbogen verbunden ist, eine Einheit. Als Hauptmünzamt fungierte das Gebäude der Alten Münze erst seit dem Jahr 1809, während es ursprünglich teilweise als Marstall und zum Teil als Kunstkammer errichtet wurde. Als Bauzeit der Alten Münze gelten die Jahre von 1563 bis 1567, über den Architekten lassen sich nur Vermutungen anstellen. Heute wird der Alte Hof auf unterschiedliche Weise genutzt und ist somit nur teilweise für Besucher zugänglich.
Alter Hof in MünchenDer Alte Hof in München
So betreibt ein großer Münchener Versandhandel in einem Teil des Areals ein stationäres Geschäft, während sich an anderer Stelle eine Postfiliale befindet. Für viele Internet-Nutzer interessant ist, dass auch Google innerhalb des Areals ein Büro unterhält. Für einen längeren Aufenthalt im historischen Ambiente des Alten Hofes empfiehlt sich der Besuch des Feinschmeckerrestaurants. Mit dem von außen sehenswerten Erker des Burgstocks ist eine Legende verbunden, wonach ein Affen den Prinzen Ludwig entführt und erst nach zähem Zureden wieder zurück in die Burg gebracht habe. Im Innenraum befinden sich die landeseigene Informationsstelle über Schlösser und Burgen sowie eine Ausstellung über die Münchener Kaiserburg, welche durch eine Multimedia-Präsentation über die Geschichte des Alten Hofes und über die Stadtgeschichte Münchens ergänzt wird. Für den Besuch der täglich zwischen 10.00 Uhr und 18.00 Uhr geöffneten Ausstellung muss kein Eintrittsentgelt entrichtet werden.







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